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Feierabendparken: Wie vorhandene Supermarktflächen abends genutzt werden

Bild: MAK / Unsplash

Wissensbeitrag

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Flächennutzung

Feierabendparken: Wie vorhandene Supermarktflächen abends genutzt werden

An drei Norma-Standorten bietet die Parkerei Feierabendparken an: Außerhalb der Öffnungszeiten können Anwohner und Besucher dort abends und am Wochenende zu einem günstigen Tarif parken – auf einer Fläche, die sonst ungenutzt bliebe.

Deutschland versiegelt weiter täglich neue Fläche

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland ist im Mittel der Jahre 2020 bis 2023 um 51 Hektar pro Tag gewachsen, wie das Statistische Bundesamt am 5. August 2025 mitteilte. Ziel der Bundesregierung ist es, diesen täglichen Zuwachs bis 2030 auf unter 30 Hektar zu begrenzen. Jede Fläche, die bereits versiegelt ist und zusätzlich genutzt werden kann, verringert den Druck, neue Flächen dafür zu erschließen.

Fehlendes Angebot treibt den Parksuchverkehr

Ein Teil des innerstädtischen Verkehrs entsteht allein durch die Suche nach einem freien Stellplatz. Die Verkehrsforscherin Barbara Lenz bezifferte den Parksuchverkehr in Spitzenzeiten in einem Interview mit der Tagesschau 2019 auf bis zu ein Drittel des gesamten innerstädtischen Verkehrs. Ein größeres Angebot an verfügbaren Stellplätzen – auch außerhalb klassischer öffentlicher Parkflächen – wirkt diesem Effekt direkt entgegen.

Feierabendparken an drei Norma-Standorten

Genau hier setzt die Parkerei an: An drei Norma-Standorten wird der Parkplatz außerhalb der Öffnungszeiten des Supermarkts freigegeben – abends, am Wochenende und in Zeiten, in denen die Fläche sonst leer stünde. Anwohner und Besucher können dort zu einem reduzierten Tarif parken, während der reguläre Kundenbetrieb tagsüber unberührt bleibt. Die Fläche wird damit nicht neu geschaffen, sondern lediglich zeitlich zusätzlich genutzt.

„Ein Supermarktparkplatz muss nicht leer stehen, nur weil der Laden zu hat. Feierabendparken macht aus einer Fläche, die abends ungenutzt wäre, ein günstiges Angebot für Anwohner – ganz ohne neue Fläche zu versiegeln."

— Stefan Knödler, Co-Founder Die Parkerei

Viele Flächen kommen für dieses Modell infrage

Supermarktparkplätze sind nur ein Beispiel von vielen: Auch Flächen von Bürogebäuden, Fachmärkten oder öffentlichen Einrichtungen stehen häufig außerhalb ihrer Kernzeiten weitgehend leer. Die Parkerei bewirtschaftet solche Flächen je nach Standort mit oder ohne Schranke – Grundlage ist immer die digitale, kamerabasierte Kennzeichenerkennung. Damit lässt sich ein Zeitplan hinterlegen, der tagsüber die reguläre Nutzung absichert und außerhalb dieser Zeiten automatisch ein zusätzliches, günstigeres Parkangebot freigibt. Ein größeres Angebot an verfügbaren Stellplätzen reduziert dabei nachweislich auch den Parksuchverkehr in der Umgebung.

  • Bestehende Flächen werden zeitlich zusätzlich genutzt, statt neue zu versiegeln
  • Reduzierter Tarif außerhalb der Öffnungszeiten für Anwohner und Besucher
  • Regulärer Betrieb der Fläche bleibt tagsüber unverändert
  • Zugang mit oder ohne Schranke, je nach Standort und Sicherheitsbedarf

Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), „Siedlungs- und Verkehrsfläche wächst jeden Tag um 51 Hektar", Pressemitteilung Nr. 286, 05.08.2025 · Tagesschau, „Jedes dritte Auto auf Parkplatzsuche" (Interview mit Barbara Lenz), 23.03.2019

Die Parkerei

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