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Wann lohnt sich Parkraumbewirtschaftung? Ab dieser Größe rechnet es sich

Wissensbeitrag

Parkraummanagement

Wirtschaftlichkeit

Wann lohnt sich Parkraumbewirtschaftung? Ab dieser Größe rechnet es sich

Von Stefan Knödler und Steffen Mayer · Aktualisiert am 15. September 2026

Nicht jede Parkfläche lohnt sich für digitale Bewirtschaftung. Ob sich der Aufwand für Kennzeichenerkennung, digitale Bezahlung und Abrechnung rechnet, hängt vor allem von einem Faktor ab: der Größe der Fläche.

Die Faustregel: ab 20 Stellplätzen

Die Parkerei übernimmt Flächen ab 20 Stellplätzen. Darunter steht der technische Aufwand für Kameras, Zufahrtstechnik und laufenden Betrieb meist nicht im Verhältnis zum Ertrag, den eine kleine Fläche erwirtschaften kann. Bei einer Handvoll Stellplätzen lohnt sich weder die Installation noch die laufende Abrechnung wirtschaftlich, unabhängig davon, wie hoch die Nachfrage vor Ort ist.

Ab etwa 20 Stellplätzen kehrt sich das Verhältnis um: Die Fixkosten für Technik und Systemanbindung verteilen sich auf genug Parkvorgänge, dass laufende Einnahmen den Aufwand übersteigen. Je größer die Fläche, desto deutlicher der Effekt.

Ungenutzte Fläche kostet auch ohne Bewirtschaftung

Eine unbewirtschaftete Fläche ist selten wirklich kostenlos. Wer keine geregelte Bewirtschaftung hat, trägt trotzdem Verkehrssicherungspflicht, Unterhalt und oft Fremdparker, die die Fläche ohne Gegenleistung nutzen. Städtischer Parksuchverkehr macht nach einer Studie von Smart Parking bis zu 30 Prozent des innerstädtischen Verkehrsaufkommens aus – ein Hinweis darauf, wie viel ungeregelter Parkdruck auf attraktiv gelegenen Flächen liegt, wenn niemand ihn steuert.

Drei Vertragsmodelle, je nach Situation

Ab welcher Größe sich Bewirtschaftung lohnt, ist die eine Frage. Welches Modell zur Fläche passt, die andere:

  • Umsatzbeteiligung: Die Fläche bleibt im Eigentum, Die Parkerei betreibt sie und beteiligt den Eigentümer prozentual am Parkumsatz. Die Einnahme schwankt mit der Auslastung.
  • Pacht mit Festmiete: Die Parkerei mietet die Fläche und zahlt einen festen Betrag, unabhängig von der Auslastung. Planbar, aber ohne Teilhabe an zusätzlichen Erlösen bei hoher Nachfrage.
  • Verkauf: Wer die Fläche nicht mehr halten will, kann sie auch verkaufen. Die Parkerei kauft Parkobjekte bis zu einem Volumen von 10 Millionen Euro an, ohne feste Mindestgröße.

Welches Modell passt, hängt von Lage, Nutzung und der Risikobereitschaft des Eigentümers ab und wird individuell vereinbart.

Was die Wirtschaftlichkeit sonst noch beeinflusst

Neben der reinen Stellplatzzahl spielen weitere Faktoren eine Rolle: die Lage (Innenstadt oder Randlage, Nähe zu Nachfragetreibern wie Bahnhöfen, Kliniken oder Einkaufszentren), die Nutzergruppen (reiner Dauerparker-Standort oder Mischung aus Kurz- und Langzeitparkern) und ob bereits Infrastruktur wie eine Schranke oder ein Kassensystem vorhanden ist, die sich weiterverwenden oder ablösen lässt. Die Parkerei prüft das bei jeder Anfrage individuell, eine pauschale Aussage über die reine Stellplatzzahl hinaus gibt es nicht.

Quelle: Smart Parking, „Steigender Parkdruck 2025"

Stefan Knödler, Steffen Mayer

Stefan Knödler und Steffen Mayer

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