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Parkplatznot an Krankenhäusern und Ärztezentren: Wenn der Stellplatz zum Versorgungsproblem wird

Bild: Arjun Myanger / Unsplash

Wissensbeitrag

Gesundheitswesen

Parkraummanagement

Parkplatznot an Krankenhäusern und Ärztezentren: Wenn der Stellplatz zum Versorgungsproblem wird

Immer mehr Kliniken, Ärztehäuser und medizinische Versorgungszentren (MVZ) in Deutschland kämpfen mit knappen Parkflächen und Falschparkern. Was zunächst nach einem Komfortproblem klingt, wirkt sich zunehmend direkt auf die Patientenversorgung aus.

Das Problem: Wachsender Druck auf begrenzte Flächen

Deutsche Krankenhäuser haben ein Parkplatzproblem. Patientinnen und Patienten, Besucherinnen und Besucher sowie das Fachpersonal selbst stehen zunehmend vor der Herausforderung, einen freien Stellplatz zu finden. Der Grund liegt in einer gegenläufigen Entwicklung: Die Zahl der Patientinnen und Patienten steigt kontinuierlich, während einige Krankenhäuser aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage schließen mussten. Das führt zu immer knapperen Flächen bei gleichzeitig steigendem Bedarf.

Verschärft wird die Lage durch Falschparker, die Flächen mitunter über Tage hinweg blockieren. Die Nachverfolgung solcher Fälle ist für Kliniken aufwendig und bindet Personal, das im Versorgungsbetrieb fehlt.

Wenn Personal ausweichen muss, leidet der Klinikalltag

Besonders kritisch wird es, wenn dem Personal zugewiesene Stellplätze bereits belegt sind. Mitarbeitende müssen sich dann in umliegenden Gebieten nach freien Flächen umsehen. Im schlimmsten Fall führt das zu Störungen im Klinikalltag und kann auf Dauer die Patientenversorgung gefährden.

Warum klassische Ansätze an ihre Grenzen stoßen

Für ein aktives Parkraummanagement fehlt vielen Kliniken schlicht die Kapazität – sowohl finanziell als auch personell. Alte, nicht digital integrierte Schrankensysteme sind wartungsintensiv und verursachen laufende Kosten. Manuelle Kontrollen von Falschparkern werden zwar durchgeführt, bleiben aber meist lückenhaft und binden zusätzlich Zeit und Personal, ohne das Grundproblem zu lösen.

Digitales Parkraummanagement als Antwort – mit oder ohne Schranke

Grundlage der Bewirtschaftung ist in jedem Fall die digitale, kamerabasierte Kennzeichenerfassung. Ob dazu eine Schrankenanlage kommt oder die Fläche schrankenlos betrieben wird, hängt vom jeweiligen Standort ab: Bereiche mit hohem Sicherheits- oder Zufahrtsschutzbedarf lassen sich mit Schranke ausstatten, offene oder stark frequentierte Bereiche funktionieren auch ganz ohne. Einsatzfahrzeuge von Rettungsdiensten werden in beiden Varianten automatisch erkannt und durchgelassen, ohne manuelles Eingreifen. Da jedes Fahrzeug bei der Einfahrt erfasst wird, ersetzt das System manuelle Kontrollen vollständig und wirkt zugleich abschreckend auf potenzielle Falschparker.

  • Kamerabasierte Kennzeichenerkennung als gemeinsame Grundlage – mit oder ohne Schrankenanlage, je nach Standort
  • Rettungsfahrzeuge werden in beiden Varianten automatisch erkannt und durchgelassen
  • Bezahlung für Patienten und Besucher per App oder Automat
  • Registrierte Mitarbeitende finden ihren Stellplatz stress- und kostenfrei
  • Umsetzung in wenigen Tagen, ohne Unterbrechung des medizinischen Betriebs

Gebühren für unbefugtes Parken schaffen zudem eine neue Einnahmequelle, die Kliniken gezielt in den Ausbau ihrer Parkflächen oder weitere Infrastruktur reinvestieren können. Anonymisierte Parkdaten liefern darüber hinaus Anhaltspunkte für Folgeentscheidungen – etwa zum Bedarf an E-Ladesäulen oder zu bevorzugten Zahlungsmethoden der Besuchenden. Statt einer Belastung wird die Parkplatzbewirtschaftung so durch die digitale Umstellung zu einem Vorteil für die Einrichtung.

Was das für Kliniken, MVZ und Ärztehäuser konkret bedeutet

Krankenhäuser, Ärztehäuser und medizinische Versorgungszentren gehören zu den Standorten mit dem planbarsten und zugleich anspruchsvollsten Parkdruck: Patienten mit eingeschränkter Mobilität, Besucher zu festen Sprechzeiten, Personal im Schichtbetrieb und Rettungsdienste, die jederzeit ungehindert zufahren müssen. Je nach baulicher Situation und Sicherheitsbedarf lässt sich die Bewirtschaftung mit oder ohne Schranke umsetzen – in beiden Fällen mit klar getrennten Zonen für Personal, Besucher und Einsatzfahrzeuge sowie bargeldloser Bezahlung. So lässt sich der Interessenkonflikt lösen, ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand für die Einrichtung selbst.

Quellen: Health&Care Management, „Parkplatzmangel an Kliniken: So handeln Krankenhäuser jetzt", 21.04.2025 · Management-Krankenhaus.de, „Parkplatz-Not an Kliniken: Wie Krankenhäuser das Problem jetzt selbst angehen", 23.04.2025

Die Parkerei

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