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Flexibler, digitaler Parkraum: Wie Anwohner und Besucher profitieren

Bild: P G / Pexels

Wissensbeitrag

Parkraummanagement

Digitalisierung

Flexibler, digitaler Parkraum: Wie Anwohner und Besucher profitieren

Ein Stellplatz wird morgens von Anwohnern genutzt, mittags von Besuchern, abends vielleicht von einer ganz anderen Gruppe. Digitale Kennzeichenerkennung macht genau diese Flexibilität steuerbar – ohne dass eine Nutzergruppe der anderen im Weg steht.

Parkraum wird selten nur von einer Gruppe genutzt

Klassische Parkraumbewirtschaftung unterscheidet meist starr zwischen Anwohnern, Besuchern und Kurzparkern – mit eigenen Ausweisen, eigenen Zonen, eigenen Zeitfenstern. In der Praxis überschneiden sich diese Nutzergruppen aber ständig: Der gleiche Stellplatz kann morgens einem Anwohner gehören, tagsüber einem Kunden des angrenzenden Geschäfts und abends einem Besucher, der zu Gast ist. Eine feste Zuordnung wird dieser Realität selten gerecht.

Der Gesetzgeber öffnet Parkausweise für mehr als nur Anwohner

Mit der fünften Novelle des Straßenverkehrsgesetzes, die der Verkehrsausschuss des Bundestags am 23. Februar 2026 in einer Expertenanhörung beraten hat, wird genau diese Realität rechtlich nachvollzogen: Kommunen sollen künftig nicht mehr nur Anwohnern, sondern auch weiteren, klar definierten Personengruppen Parkausweise ausstellen können. Zusätzlich lassen sich Parkausweise digital vergeben, ohne Papierauslage im Fahrzeug – ein Schritt, der die Verwaltung für Kommunen spürbar vereinfacht.

Digitale Kontrolle entlastet die Verwaltung

Wie viel Wirkung digitale Erfassung entfaltet, zeigt ein Pilotprojekt der Stadt Heidelberg: Ein Scan-Fahrzeug war dort zwei Monate im Einsatz und stellte 2.886 Parkverstöße fest, darunter 383 Fälle von Falschparken – umgerechnet rund 1,5 Verstöße pro Minute Kontrollzeit. Nach Einschätzung der Deutschen Polizeigewerkschaft schaffen Scan-Fahrzeuge bis zu 1.500 Kontrollen pro Stunde, während Ordnungskräfte zu Fuß auf 50 bis 80 kontrollierte Fahrzeuge kommen. Das neue Straßenverkehrsgesetz soll weiteren Kommunen den rechtssicheren Weg zu einem solchen digitalen Regelbetrieb ebnen.

„Parkraum ist für uns nie nur eine Fläche für ein Auto – er verändert sich über den Tag: morgens Anwohner, mittags Besucher, abends jemand ganz anderes."

— Steffen Mayer, Co-Founder Die Parkerei

Ein System für mehrere Nutzergruppen

Die Parkerei bewirtschaftet Flächen je nach Standort mit oder ohne Schranke – Grundlage ist immer die digitale, kamerabasierte Kennzeichenerkennung. Auf dieser Basis lassen sich unterschiedliche Nutzergruppen im selben System abbilden: feste Zeitfenster für Anwohner, flexible Freigaben für Besucher, separate Tarife für Kurzparker – alles über dieselbe Technik gesteuert, ohne dass jede Gruppe eine eigene, isolierte Lösung braucht. Parkraum wird damit nicht als starre Fläche behandelt, sondern als Ressource, die je nach Tageszeit und Bedarf unterschiedlich genutzt werden kann.

  • Eine technische Basis für Anwohner, Besucher und Kurzparker
  • Zeitfenster und Tarife lassen sich pro Nutzergruppe hinterlegen
  • Zugang mit oder ohne Schranke, je nach Standort und Sicherheitsbedarf
  • Weniger Verwaltungsaufwand durch automatisierte Kennzeichenerkennung statt Papierausweis

Quellen: Demo (vorwärts), „Straßenverkehrsgesetz: Digitale Parkraumüberwachung soll erleichtert werden", 24.02.2026 · Fraunhofer IAO, „Die digitale Transformation des städtischen Parkens"

Die Parkerei

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