Wissensbeitrag
Digitalisierung
Bezahlprozesse
Digitales Bezahlen: Warum es beim Parken keine Hindernisse mehr gibt
Kontaktlose Karte, Smartphone oder Smartwatch: Digitales Bezahlen ist in Deutschland längst Alltag. Aktuelle Studien zeigen, dass praktisch jede und jeder ein digitales Zahlungsmittel dabei hat – ein Argument gegen bargeldloses Parken hält damit kaum noch stand.
Kontaktlos ist der Normalfall geworden
Laut einer repräsentativen Bitkom-Erhebung vom Mai 2026 zahlen inzwischen 97 Prozent der Menschen in Deutschland zumindest hin und wieder kontaktlos – mit Karte, Smartphone oder Smartwatch. Zwei Drittel (66 Prozent) haben in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal mit Smartphone oder Smartwatch bezahlt, vor drei Jahren war es erst gut die Hälfte (51 Prozent). Selbst bei den über 65-Jährigen zahlen mittlerweile 95 Prozent zumindest gelegentlich kontaktlos.
Bargeld verliert weiter an Bedeutung
Die Deutsche Bundesbank kommt in ihrer Erhebung „Zahlungsverhalten in Deutschland 2025" (veröffentlicht im Juli 2026) zu einem ähnlichen Bild: Erstmals wurden mehr als die Hälfte aller Alltagseinkäufe bargeldlos bezahlt – 55 Prozent, gegenüber 51 Prozent bei der letzten Erhebung 2023. Auf die Debitkarte entfielen 26 Prozent aller Zahlungen, auf mobile Bezahlverfahren mit dem Smartphone 10 Prozent – vier Prozentpunkte mehr als 2023.
Mobile Payment wächst schnell, auch an der Ladentheke
Auch stationär legt mobiles Bezahlen deutlich zu: Laut Postbank Digitalstudie 2026 stieg der Anteil der Mobile-Payment-Nutzenden binnen eines Jahres von 35 auf 47 Prozent. Nach Zahlen des EHI Retail Institute wurde im Einzelhandel zuletzt bereits jede fünfte unbare Zahlung (19,3 Prozent) mobil abgewickelt – 2024 waren es erst 12,8 Prozent. Zwischen den Generationen bestehen zwar noch Unterschiede: Bei den 16- bis 29-Jährigen nutzen bereits 78 Prozent Mobile Payment, bei den über 65-Jährigen ein Drittel. Beim kontaktlosen Bezahlen insgesamt – also Karte, Smartphone oder Smartwatch zusammengenommen – schrumpft dieser Abstand aber fast vollständig zusammen.
Was das für den Parkraum bedeutet
Für die Bewirtschaftung von Parkflächen ist das Fazit eindeutig: Die technischen und mentalen Hürden für bargeldloses Bezahlen sind weitgehend abgebaut. Ob per App, Kennzeichenerkennung oder Kartenterminal am Automaten – die Zahlungsmittel, die Nutzerinnen und Nutzer ohnehin täglich dabei haben, reichen aus. Bargeldautomaten oder Münzeinwurf sind damit für die meisten Standorte kein zwingender Bestandteil einer zeitgemäßen Parkraumlösung mehr, sondern eher die Ausnahme für Einzelfälle.
Weniger Verwaltungsaufwand, spürbare Kostenersparnis für Kommunen
Der Wegfall von Bargeld entlastet nicht nur Nutzerinnen und Nutzer, sondern vor allem die Betreiber der Fläche. Klassische Münzautomaten müssen regelmäßig geleert werden – ein wiederkehrender Personal- und Sicherheitsaufwand, der bei rein digitaler Bezahlung vollständig entfällt. Auch der Werttransport und die manuelle Bargeldverbuchung fallen weg. Hinzu kommt: Münzschlitz und Kassenautomat sind klassische Ziele für Vandalismus und Aufbruchsversuche – mit entsprechenden Reparaturkosten und Ausfallzeiten, in denen die Fläche nicht ordnungsgemäß bewirtschaftet werden kann. Gerade für Kommunen, die ihre Parkflächen häufig mit knappen Personalressourcen betreuen, bedeutet der Umstieg auf digitale Bezahlwege damit eine direkte Kostenersparnis: keine Leerungsfahrten, weniger Reparaturen an aufgebrochenen oder beschädigten Automaten, weniger gebundenes Personal für rein administrative Aufgaben rund um den Automaten.
„Die Diskussion um digitale Bezahlbarrieren beim Parken ist überholt. Fast jeder hat heute eine Karte oder ein Smartphone dabei – die Technik ist da, es fehlt nur noch die konsequente Umsetzung an den Flächen selbst."
— Stefan Knödler, Co-Founder Die Parkerei
Für Eigentümerinnen und Eigentümer von Parkflächen – ob privat oder kommunal – bedeutet das: Eine digitale Bewirtschaftung, mit oder ohne Schrankenanlage je nach Standort, lässt sich heute konsequent bargeldlos umsetzen, ohne dass Besucherinnen und Besucher dafür etwas Zusätzliches mitbringen oder lernen müssten – und ohne den laufenden Aufwand eines Münzautomaten.
- Bezahlung per App, Kennzeichenerkennung oder Kartenterminal – kein Bargeld nötig
- Kein zusätzliches Gerät oder Konto erforderlich, da Karte oder Smartphone ohnehin vorhanden sind
- Funktioniert unabhängig davon, ob die Fläche mit oder ohne Schranke betrieben wird
- Keine Leerungsfahrten und keine manuelle Bargeldverbuchung mehr nötig
- Kein Angriffsziel für Vandalismus am Münzschlitz – geringere Reparatur- und Ausfallkosten
Quellen: Bitkom Research, „Zwei Drittel der Bevölkerung zahlen inzwischen mit Smartphone oder Smartwatch", 04.05.2026 · Deutsche Bundesbank, „Zahlungsverhalten in Deutschland 2025", Juli 2026 · Postbank Digitalstudie 2026 · EHI Retail Institute, „Smartphone statt Portemonnaie: Mobile Payment boomt"
Die Parkerei



